Glaukom

Ein Glaukom, auch bekannt als Grüner Star, ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung des Sehnervs. Die durch die Krankheit verursachten Schädigungen des Sehnervs und seiner Fasern, beeinträchtigen das Gesichtsfeld des Auges und können mit der Zeit zu schweren Sehbehinderungen bis hin zur Erblindung führen.

Da die Frühphase der Erkrankung in vielen Fällen symptomfrei verläuft, wird das Glaukom häufig erst dann erkannt, wenn die Sehschärfe ein- oder beidseitig nachlässt. Schätzungen zufolge, sind sich infolge fehlender Symptome, nur etwa die Hälfte der Betroffenen ihrer Krankheit bewusst.

in Deutschland beispielsweise sind rund 1,11 % der Gesamtbevölkerung (also 919.000 Menschen) am Glaukom erkrankt. Weltweit wird die Zahl der Glaukompatienten auf 100 Millionen geschätzt.

Die Ursache der Krankheit ist bislang unbekannt, aber es wurden mehrere Risikofaktoren festgestellt.

Erhöhter Augeninnendruck

Sowohl die Erhöhung als auch große Schwankungen des Augeninnendrucks sind bekannte Risikofaktoren für Glaukomerkrankungen. Diese Faktoren sind heutzutage therapierbar.

Alter

Bei Menschen unter 40 Jahren werden nur selten Glaukome diagnostiziert. Mit dem Alter steigt jedoch die Häufigkeit: rund 2% der über 50-Jährigen und 5% der über 75-Jährigen leiden an Grünem Star.

Erbliche Faktoren

Personen, in deren engerem Familienkreis Glaukomfälle aufgetreten sind, haben ein 3- bis 9-faches Erkrankungsrisiko.

Sonstige Risikofaktoren

Weitere Risikofaktoren sind schwere Myopie (Kurzsichtigkeit) oder schwere Hyperopie (Übersichtigkeit), dünne Hornhaut sowie Diabetes.

Augeninnendruck

Erhöhter Augeninnendruck ist der größte Risikofaktor für den Grünen Star. Ein Augeninnendruck zwischen 10 und 21 mmHg gilt als normal. Dagegen bedeutet ein Augeninnendruck im Bereich von 22 – 29 mmHg bereits ein zehnfaches Erkrankungsrisiko, im Bereich von 30 – 35 mmHg sogar ein bis zu 40-faches.

Erhöhter Augeninnendruck kann in zweierlei Hinsicht die Entwicklung eines Glaukoms bewirken: zum einen durch direkten Druck auf die Fasern des Sehnervs, zum anderen durch Beeinträchtigung des Blutflusses im Kopf des Sehnervs sowie dessen Stoffwechsel.

Falls bei Ihnen ein hoher Augeninnendruck festgestellt wird, sollten Sie unbedingt einen Augenarzt konsultieren. Neben besagter Erhöhung können auch starke Schwankungen des Augeninnendrucks Hinweise auf ein Glaukom sein. Bei gesunden Augen ist die Schwankung des Augeninnendrucks dagegen nur gering, auch wenn der Druck im Tagesverlauf etwas variiert. Vereinzelte Druckspitzen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich.

Zu beachten ist, dass der Augeninnendruck auch bei rund der Hälfte der Glaukompatienten im Normalbereich von 10 – 21 mmHg liegt. Daher reicht die Messung des Augeninnendrucks alleine leider nicht aus, um sämtliche Glaukomfälle zu erkennen.

Auf die Messung des Augeninnendrucks folgen bei Glaukomverdacht als weitere wichtige Diagnoseverfahren die Gesichtsfeld- sowie bildgebende Untersuchungen. Der Gesichtsfeldtest zeigt, ob die Krankheit spürbare Auswirkungen auf Ihr peripheres Sehen hat. Er ist auch ein wichtiges Werkzeug bei der langfristigen Überwachung des Krankheitsverlaufs. Bildgebende Verfahren wie Fundusfotografie, optische Kohärenztomographie oder mikroskopische Bildgebung dienen zur Feststellung von Veränderungen des Sehnervs, der Nervenfasern und anderer Augenstrukturen.

Behandlung

Die Senkung des Augeninnendrucks ist derzeit die einzige Behandlungsmöglichkeit für Glaukompatienten. Das primäre Therapieziel liegt in der Verhinderung dauerhafter Sehbehinderungen. Das Behandlungsverfahren zielt normalerweise auf eine Verringerung des Augeninnendrucks um etwa 20 – 30% (abhängig vom Ausgangswert) oder alternativ auf einen Wert von unter 20 mmHg.

Die üblichste Behandlungsmethode ist die Verabreichung von Augentropfen. Kontrolliert wird die Wirkung des Medikaments durch Überwachung der Augendruckreduktion, bildgebende Untersuchungen von Sehnerv und Nervenfasern sowie durch Gesichtsfelduntersuchungen. Da die Tropfen Nebenwirkungen  wie Augenreizungen und Beschwerden verursachen, besteht die Gefahr, dass Patienten ihre regelmäßige Einnahme vernachlässigen, wodurch das Glaukom schneller fortschreitet. Falls sich Medikamente als nicht geeignet oder unwirksam erweisen, kann auch eine Laser- oder chirurgische Behandlung in Betracht gezogen werden.

Die Prognose für Glaukompatienten ist in der Regel gut, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt wird und eine gewissenhafte Nachsorge erfolgt. Das größte Risiko für Sehbehinderungen ist die zu späte Erkennung des Glaukoms.

Für die Früherkennung von Glaukomerkrankungen ist eine regelmäßige Messung des Augeninnendrucks wichtig.

Quelle: Glaucoma Australia https://www.glaucoma.org.au

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